Mein einstig in “GNURadio”

Durch das anstehende Bastelprojekt SDR Radio (http://www.darc.de/distrikte/l/02/sdr/index.shtml) musste ich mich ja auch auch nach einer passenden SW Umschauen. Für mich muss es ein Programm sein das unter Linux lauffähig ist.
Durch Gerd (DG1XG) wurde ich auf den Artikel in der CQDL 6-2009 „Software Defined Radio mit GNU-Radio selbst gebaut“ aufmerksam gemacht.
Tja, also das Programm man anschauen.
Ich habe mir auf meinen auf einen Rechnen  Kubuntu 9.04 Installiert, eigentlich nur um KDE 4 mal in Aktion zu sehen, also was lag näher auch hier GNU-Radio zu testen?
(Abweichungen bei Kubuntu 9.10 weiter Unten!)
In den Paket quellen ist leider nicht die Aktuelle Version von GNU-Radio enthalten, für mich kam aber nur der SW stand >= 3.2 in frage da dort die GUI GRC (GNU RADIO
COMPANION) enthalten.

Also schnell von der Offiziellen Webseite die neue Version installieren, diese ist recht einfach da dort nicht nur die Quellen zu selbst Compilieren zu finden sind, sondern auch für einige Distributionen fertig Pakete (http://gnuradio.org/trac/wiki/DebianPackages)
Auch wenn dort eine gute Beschreibung zu finden ist, hier ein der Vollständigkeit halber mein Installationsweg.
Im Übrigen wer GNU-Radio, schon in einer alten Version, installiert hat, sollte diese zuvor deinstallieren.

(Eine Anleitung wie GNURadio unter Windows zum laufen gebracht werden kann,  findet man hier http://gnuradio.org/trac/wiki/CygwinInstallMain hab es selbst nicht getestet!)

quellen1

Ich benutze als Paketverwaltung Synaptic.
Dort unter Einstellungen > Paketquellen die beiden Links von GNU-RADIO einfügen.
(*nur quellen verwenden die man für sich selbst als sicher eingestuft hat, oder verifiziert sind)

quellen2

Wichtig nach den zufügen der Quellen  muss die Paketverwaltung die Quellenliste neu Laden, sonst wird nur die alte Version gefunden!
Dann sollte nach der Eingabe in „Schnellsuche“ gnuradio alle neuen Pakete gefunden werden.

quellen3

Dort sind dann die aktuellen Dateien zu installieren.

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Ubuntu 9.10

Ubuntu 9.10: Im Prinzip ist die Installation sehr ähnlich, ABER es gibt einen Stolperstein.

Die meisten Komponenten werden sich nicht Installieren lassen, der Paketmanager bricht mit einem Fehler ab.

In der Art: “Depends: python-gnuradio-core but it is not going to be installed”
Die Lösung dafür habe ich nicht selbst gefunden, für mich war es -Gabe Johnson-.
http://johnsogg.blogspot.com/2009/11/installing-gnu-radio-on-ubuntu-910.html

Nachdem ich in den Quellen auch
deb http://mirrors.kernel.org/ubuntu jaunty main universe
Zugefügt habe klappte die Installation Reibungslos.

Dieses ist aber nur nötig wenn man ein 9.10 System “ frisch aufgesetzt “ hat.
Bei einem Update von 9.04 auf 9.10 muss dieser schritt nicht ausgeführt werden
 

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Da wir schon dabei sind und GRC nicht immer über die Kommandozeile starten wollen, fügen wir noch gleich das Programm im „Menü“ zu.
 

menue

Nun wir es spannend! Der erste Start von GRC....

Dann sollte so was kommen....

Ich habe unter Entwicklung den Eintrag GRC mit Bild und Befehl zugefügt.

Nach Speichern ist dann GRC auch über das K-Menü zu erreichen!

 

gnuradio1

GNU-Radio ohne Hardware testen?


Umgebung nicht wie erwartet ein RX/TX Oberfläche?

Wer sich auf der rechten Seite die Kommando-Block's anschaut wird schnell feststellen das GNU-RADIO einiges mehr ist wie ein „IQ- De- Modulator“ Es ist mit Sicherheit ein mächtiges Tool!

Wie gesagt es soll hier mein erster Kontakt zu GNU Radio beschrieben werden, also fangen wir ganz weit unten an und nicht mit einem Empfänger.

Ein Sinus Signal auf den Lautsprecher, ich denke das ist das womit man anfangen sollte, einfach ein Signal ausgeben, event. könnte das Signal auf eine virtuellen Oszilloskop dargestellt werden.

So kann man sich langsam an die „Block Programmierung“ und den Syntax ran tasten.

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 Unter Sources klicken wir Signal Sources an und ändern Output Type aus Float, Frequenz auf 1000, Amp auf 0.2 (bei bedarf Cosinus in Sinus ;-)

 

Nun das Scope, unter Graphical Sinks zu finden. Auch hier ein Doppelklick die Eigenschaften öffnen und gem. Bild abändern.

 

Da wir auch den tollen 1 kHz Ton hören möchten, müssen wir einen Ausgangskanal definieren.

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Das ist dann unter Sinks die Audio Sink.

Durch klicken auf „out“ und „in“ werden die Blöcke verbunden.

Soooo das sollte es sein.

Über Build Execute oder F6 das „Programm“ Starten.

(Es wird beim ersten Start nach einen Speicher Ort gefragt. Da sollte man sich einen Ordner im Home Verzeichnis anlegen)

Und was Passiert? Eventuell erstmal nichts, so war es bei mir!

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Ein Fehler bei der Audio Ausgabe. Nun müsste man wissen was man da macht...
Uppppsss einfach mal genau lesen ;-)
Die Lösung steht so nah.

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Nachdem man sich das Eigenschaftsfenster mal genauer anschaut, ist dort unter „Documentation“zu lesen „Probleme mit Audio, dann als device name plughw:0,0 eintragen“

Und nun?
Spannung ist total!
F6

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Ein satter BEEEEP ertönt aus dem Lautsprecher. Cool!

Aber was hat das alles mit einem Empfänger zu tun? Nichts, wie gesagt erstmal krabbeln lernen dann gehen und zum Schluss laufen.

Man muss sich nur mal die Blocks genau anschauen, Filter, Oszillatoren, FFT, Mischer, Addition....

die liste ist lang!

Ich kann nur  empfehlen mal einen Filter in den Signal weg zu schleifen.

Und mit den Einstellungen zu Spielen, schöne Steile Filter sind möglich.

Kann man ohne SDR IQ Signal/Hardware was damit anfangen? Ich denke eine ganze menge.

Zum einen als Lehrmittel, Signal Mischung was kommt raus.
Oder man definiert sich eine Audio Eingang und Speist das Audio-Signal von einem Empfänger ein.
Nun kann man das Signal weiterverarbeiten, Filtern, Speichern, Analysieren.

 

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